Friedensaktivist Man Hee Lee
Montag, 10. Februar 2014
Mindanao, die Insel die im Krieg liegt steigt auf zu einer Insel des Symbols des Friedens
Durch den Friedensvertrag können Bodenschätze im Wert von 300 Mrd. US-Dollar abgebaut werden.
29. Januar 2014, Mittwoch 15:37:55, Reporter Nam Kyeong won (skaruds@gmail.net)
[Sisa Korea Journal = Reporter Nam Kyeong-Won]
Die Kriegsinsel Mindanao liegt am südlichen Ende der philippinischen Inselgruppe. Endlich wurde die neue Zeit, die Zeit des Friedens, begonnen.
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Von links: Katholischer Vorsitzender, ehemaliger Erzbischof Davao; Vorsitzender der unabhängigen Friedensgruppe Lee Man-Hee; Vorsitzender des Islams, Ismael, Ministerpräsident. Sie fassen sich gemeinsam mit erhobenen Händen nachdem Sie den Friedensvertrag geschlossen haben.
Die Insel Mindanao wird sich verändern zu einer Insel des Friedens, nach einer Verständigung durch einen den Innenkrieg beendenden Friedensvertrag zwischen der philippinischen Regierung und der größten Rebellengruppe der Philippinen.
Lee Man-Hee, der Vorsitzende der Friedensbewegung, hat die Richtung gewiesen für die Erschaffung des Friedens auf der Südseite der Philippinen, im Mindanao Bezirk. Er ist der Mittelpunkt auf den nun die internationale Gesellschaft blickt.
Der Vertreter Lee hat zuvor am 24. und 25. Januar die Insel Mindanao in den Philippinen besucht. Er hat den Prozess bis zum Friedensvertrag geleitet. Zuvor hatte sich der Weltfriedensbewegungsleiter Lee durch seine mehrmaligen Auslandsbesuche einen Namen gemacht. Viele Male bat ihn der Bischof auf die Philippinen zu kommen. Am 23. Januar schloss Vertreter Lee gemeinsam mit dem Erzbischof und drei weiteren Bischöfen in einem Kloster einen Weltfriedensvertrag.
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In einem Livestream der philippinischen Nationalsendung PTV Good Morning Boss erzählte Weltfriedensbeweger Lee über den Weltfriedensvertrag.
Am 24. Januar hat der Vertreter Lee, der Weltfriedensbewegungsleiter, für das Kriegsende in Mindanao und für den Frieden, auf der Insel Mindanao einen Weltfriedenslauf gestartet um die Herzen eins werden zu lassen.
Erstmals im Mindanao Bezirk, in der Innenstadt General Santos, haben über alle Religionen und Nationalitäten hinweg, Mitglieder der Landesuniversität und der Studenten, sowie Mitglieder der Internationalen Jugendgruppe und zehn Religionsleiter, an dem Lauf teilgenommen. Ungefähr 1000 Menschen.
Diese Bewegung von Vertreter Lee hat für das philippinische Volk ein großes Herz und Hoffnung gegeben, weil die Regierung und der militärischen Rebellengruppe die vergangenen 40 Jahre stets angespannt waren. Der Vertreter Lee hat große Hoffnung gegeben und in der internationalen Gesellschaft haben viele Sendungen davon berichtet, wodurch der Weltfriedensstrom begonnen hat.
Um etwa 18 Uhr, nach dem Friedenslauf, in der Innenstadt General Santos wurden die am Weltfriedenslauf teilgenommen Studenten der Landesuniversität, Bürgermeister und Professoren, sowie katholische und islamische Religionsführer, im Konferenzraum des Greenleaf Hotels versammelt, um einige Reden zu hören.
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Der Friedensgruppenvertreter Lee unterzeichnet den Weltfriedensvertrag zur Beendigung des Krieges.
Die Redner waren der katholische Vertreter Fernando Cappala, Mindanaos ehemaliger Erzbischof, der islamische Vertreter Ismael und aus Mindanaos Islambezirk Magindanao Ministerpräsident. Abschließend redete Vertreter Lee über den Konflikt in Mindanao und den Friede.
Nach der Rede unterschrieben die eins gewordenen katholischen und islamischen Vertreter, den Weltfriedensvertrag zur Beendigung des Krieges von dem koreanischen Weltfriedensgruppenvertreter Lee und versprachen eins zu werden und zusammen zu arbeiten. Nach der Unterschrift fand eine Zeremonie statt, in der beschlossen wurde, dass es keinen Konflikt mehr zwischen den Katholiken und dem Islam geben wird.
Am 25. Januar wurde der Vertrag zur Beendigung des philippinischen Innenkriegs in Malaysia (Kuala Lumpur) von einem Vertreter aus einem anderen Land geschlossen. Die Friedenszeremonie hat dort den Grund gelegt für den Weltfriedensvertrag, der das Licht des Friedens in die Finsternis des Krieges und Veränderung gebracht hat.
Die philippinische Regierung hat sich bei dem Weltfriedensbotschafter Lee bedankt und ein Friedensfest veranstaltet. Dieses wurde durch die philippinischen Nationalsender und Volkssender ausgestrahlt, wodurch die Herzen der philippinischen Bevölkerung stark bewegt wurden und diese den Frieden in fester Hoffnung erwarten.
Die koreanische Regierung hat die philippinische Regierung und die Moro Islamic Liberation Front (MILF) zur Unterzeichnung des Weltfriedensvertrags beglückwünscht.
Experten schätzen, dass durch den Weltfriedensvertrag auf der Südseite Bodenschätze im Wert von 300 Mrd. US-Dollar abgebaut werden könnten.
Samstag, 8. Februar 2014
Südkoreaner schaffte, was alle anderen nicht schafften
Quelle: segye.com
Auf der Insel Mindanao in den Phillippinen hat der 40 jährige Glaubenskrieg endlich ein Ende gefunden.
Der koreanische Präsident einer Friedensorganisation, Herr Lee, hat ein Friedensabkommen mit den Hauptvertretern der Muslime und der Katholiken abgeschlossen.
Der zivile Friedensaktivist und Vorstandsvorsitzender der HWPL (Himmlische Kultur, Weltfrieden und Wiederherstellung des Lichts) kam am 30. Januar um 17 Uhr im Incheon Flughafen an und erzählte den Reportern über den 40 jährigen blutigen Krieg in Philippinen und über das Friedensabkommen, welches abgeschlossen wurde. Kann nach so langem und blutigem Glaubenskrieg auf der Insel Mindanau in Philippinen der Frieden dauerhaft anhalten?
Vor kurzem hat der Präsident der zivilen Friedensorganisation HWPL Herr Lee (83) auf der Insel Mindanau die Betroffenen des Konflikts getroffen und einen Friedensabkommen mit ihnen abgeschlossen, dadurch strahlt das Licht des Friedens noch heller.
Am 24. Januar flog der Präsident der HWPL Herr Lee auf die Insel Mindanao (Philippinen) und veranstaltete einen Friedenslauf für die Bevölkerung u.a. den Glaubensführern, unabhängig von ihrer Religion, bei dem ca. 1000 Menschen mitgemacht haben. Nach dem Lauf hat Herr Lee die beiden Hauptvertreter der Religionen an einen Tisch gebracht und das Friedensabkommen erfolgreich unterzeichnen lassen.
An diesem Tag waren der Erzbischof Fernando R. Capalla der katholischen Kirche und Esmael G. Mangudadatu, der Vertreter der muslimischen Seite mit Herrn Lee in einem Hotel auf der Insel Mindanao versammelt und haben sich auf ein Ende des Krieges geeinigt und unterzeichneten somit das Friedensabkommen.
Obwohl auf ziviler Ebene das Friedensabkommen erfüllt wurde, muss die philippinische Regierung den MILF ihr Selbstbestimmungsrecht bezüglich der Religion anerkennen und dies in die Zusatzakte hinzugefügt, welches die Friedenserklärung der HWPL ist.
Am 30. Januar um 17 Uhr landete der Präsident der HWPL Herr Lee im Incheon Flughafen. Dort wurde er von den Reportern, den dort lebenden Philippinen, HFCC und der United Philippine Community empfangen. Das linke Bild zeigt den Vorstandsitzenden der HFCC, Jamie Vilaflor, und Kim Nam Hee, Präsidentin der IWPG (International Women Peace Group). Die Reporter haben den Präsidenten Lee interviewt.
Durch die Ankunft von Präsident Lee am 30. Januar und das Interview über das Friedensabkommen in Mindanau ist nicht nur der Ruf von Herrn Lee, sondern von ganz Korea gestiegen. Die Welt ist erstaunt, dass ein Koreaner den Frieden durch das Abkommen in die Tat umgesetzt hat. Herr Lee sagt, dass Jahrzehnte lang Friedensbewegungen unabhängig von dem Glauben durchgeführt und viel Blut vergossen wurde, aber nun endlich Frieden herbeigeführt worden ist. Er sagt, dass Ramos, der Expräsident der Philippinen, sich bei ihm für das Friedensabkommen bedankt hat, weil er es selbst nicht geschafft hat.
Der Herr Lee erkannte während Arbeit für den Frieden auf der Insel Mindanau, die Ursache des Konfliktes der beiden Parteien, nämlich, dass es ein Glaubenskrieg war. Er bemühte sich, traf die jeweiligen Glaubensführer und schlug ihnen vor, den Glauben für den Frieden zu vereinen. Dies haben beide angenommen und dadurch ist der Friedensvertrag zustande gekommen.
Der Präsident Herr Lee bittet darum, dass alle Politiker der jeweiligen Länder und führenden Persönlichkeiten der Gläubigen sich für die Friedensbewegung aktiv beteiligen. Es ist Zeit, den Krieg zu beenden und zusammen die Kräfte für den Weltfrieden zu vereinen.
#Langjähriger Glaubenskonflikt auf der Insel Mindanao.
Die Insel Mindanao auf den Philippinen hat etwa 21 Mio. Einwohner, die Fläche ist etwas kleiner als Südkorea. Ursprünglich siedelten Muslime auf der Insel, aber während der amerikanischen Kolonialzeit siedelte dort ein großer Teil philippinischer Christen und dadurch wurden die Muslime immer mehr verdrängt (Süden). Aus diesem Grund führten Islam und Christentum auf dieser Insel 40 Jahre Krieg. Anfang 1970 fielen 17000 Menschen diesem Krieg zum Opfer.
Inzwischen wurden viele Bemühungen den Krieg zu beenden unternommen. In der Vergangenheit, am 15.10.2012, wurde mit der philippischen Regierung und der MILF ein Abkommen vorbereitet und getroffen, einen vollkommenen Frieden zu schaffen bis die Amtszeit der Präsidentin Akino 2016 beendet wird. Als Zeichen für die Beendung des Krieges sind damals islamische Frauen und Soldaten der Philippinen gemeinsam auf der Straße gelaufen.
Aber nicht mal ein Jahr ist vergangen, als es am 8. September 2013 im Zamboanga- Gebiet zwischen Kämpfern von der MILF( Islamisten) und staatliche Streitkräften zu einem Konflikt kam. Dabei kamen 158 Menschen ums Leben. Am 26.9. Wurde auf CNN und dem staatlichen Sender der Philippinen PNA berichtet, dass 125 Menschen von der MILF, 20 von den staatlichen Streitkräften und 13 Zivilisten ums Leben kamen.
#Koreanische Religionsorganisation steht an der Front für die Beendigung des Krieges.
Der Religionsorganisation der Internationalen Gruppe trafen für den Frieden von 17 bis 20 Juli 2008 im Sobitel Hotel. Das Bestreben war, sich für Frieden in dieser Region einzusetzen. Die Menschen waren gespannt, welche rolle das religiöse, internationale Seminar haben würde. Nach Mindanao in Philippinen sind Pakistan , Bangladesch usw. Gebiete, in denen religiöse Konflikte ausgetragen werden. Das Ziel ist eine Lösung zu finden, die zu dauerhaftem Frieden führt.
Der General Sekretär Herr Kim Sung-gon (Frieden der Religion in Asien) hatte in dem selben Jahr vom 11. bis zum 16. Juli in Dabao City, (Insel Mindanao) ein Seminar eröffnet. Dort wurden Gespräche über die Rolle der Religion mit den Jugendlichen von MILF und Katholiken geführt. Es waren etwa 1000 Jugendliche anwesend.
"Langer Weg zum Frieden auf Mindanao
DW
Auf den Philippinen hat sich die Regierung mit der größten Rebellengruppe des Landes auf ein vorläufiges Friedensabkommen verständigt. Der Friedensprozess lässt aber noch Fragen offen, sagt die Expertin Jasmin Lorch.
Deutsche Welle: Die Moro Islamische Befreiungsfront - MILF - kämpft seit mehr als 40 Jahren für einen autonomen Staat in der Region Mindanao im Süden der Philippinen. In dem Konflikt kamen rund 150.000 Menschen ums Leben. Wie kam es jetzt zu der Einigung?
Jasmin Lorch: Es gibt schon seit Jahren immer wieder Verhandlungen zwischen der philippinischen Regierung und der MILF. Der jetzige Präsident Benigno Aquino hat sich schon in seinem Wahlkampf und bei seinem Amtsantritt 2010 groß auf die Fahnen geschrieben, innerhalb seiner Amtszeit einen Friedensvertrag mit der MILF zu erreichen. Bereits in der Vergangenheit war man einem Friedensvertrag schon recht nahe gekommen, zum Beispiel 2008 unter der Regierung von Gloria Macagapal-Arroyo. Auch die derzeitige Führerschaft der MILF, die als relativ moderat gilt, strebt seit längerem einen Friedensvertrag an.
Der Befreiungsfront scheint also kein eigener Staat mehr vorzuschweben. Wie kam es zu dem Sinneswandel?
Die MILF zeigt seit einigen Jahren eine gewisse Kompromissbereitschaft. Die Abkehr von dem Wunsch, unbedingt einen eigenen Staat zu haben, hat nicht erst unter dem jetzigen Präsidenten stattgefunden. Hinzu kommt: Die MILF kontrolliert bereits ein beträchtliches Territorium, in dem es eine große Eigenständigkeit gibt. Es geht den Führern der Aufständischen darum, diese Autonomie, die de facto in ihren Territorien besteht, jetzt institutionell abzusichern. Sie sind zu dem Schluss gekommen, dass man das am besten im Rahmen eines Friedensvertrages erreichen kann. Hinzu kommt, dass ein erfolgreicher Friedensvertrag auch für die Führerschaft der MILF ein Mittel darstellen könnte, die lokale Bevölkerung, die inzwischen auch kriegsmüde ist, an sich zu binden.
Die Muslime bilden eine Minderheit in dem vorwiegend katholischen Land. Sie leben hauptsächlich in Mindanao. Dort sieht der Rahmenplan für einen Friedensvertrag die Gründung einer halbautonomen Provinz, genannt Bangsamoro, vor. Sind damit alle Probleme gelöst?
Ein Problem ist, dass es auch innerhalb der muslimischen Bevölkerungsgruppe große Spaltungen gibt, und nicht alle Muslime in Mindanao der MILF anhängen. Außerdem gibt es auf Mindanao auch Gebiete, die mehrheitlich von Christen bewohnt werden. Die Interessenlagen sind sehr heterogen. Es geht bei dem Konflikt neben der Religion auch um Clanpolitik, Sprache, ethnische Spannungen und um Landrechte.
Welche weiteren Eckpunkte enthält dieses neue Rahmenabkommen für einen Friedensvertrag?
Es sieht eine große Autonomie bei innenpolitischen Angelegenheiten - etwa in der Steuerpolitik - vor und in Teilen eine eigene Gerichtsbarkeit, die muslimische Scharia-Gerichtsbarkeit. Mindanao ist reich an natürlichen Ressourcen wie Gas und Öl. Von den Erträgen aus diesen Ressourcen soll die Regierung der zukünftigen autonomen Region einen großen Anteil erhalten. Fragen der Währung, Verteidigung und Außenpolitik hingegen sollen beim Zentralstaat verbleiben.
Der stellvertretende MILF-Chef hat die Einigung mit der Regierung begrüßt. Ist sie als Durchbruch zu werten?
Sie ist insofern ein Durchbruch, als dass die Eckpunkte von Seiten der Regierung wie auch von Seiten der MILF anerkannt werden. Letzten Endes stellen sich aber zwei Fragen: Die eine ist, ob ein Friedensvertrag auf dieser Basis durchgesetzt werden kann. Außerdem müsste ein solcher Friedensvertrag noch durch ein Referendum abgesegnet werden. Er könnte noch daran scheitern, dass er in den mehrheitlich christlichen Gebieten keine Unterstützung findet.
Das vorläufige Rahmenabkommen soll nach Medienberichten Mitte Oktober unterzeichnet werden. Der Friedensvertrag soll bis zum Ende von Aquinos Amtszeit unter Dach und Fach sein. Welche Herausforderungen sehen Sie noch bei der Umsetzung dieses Rahmenplans?
Ein großes Hindernis ist die philippinische Verfassung: Sie schreibt einen unitarischen Staat vor. Eine weitreichende Autonomie für die von der MILF kontrollierten Gebiete wäre letztlich jedoch nur bei einem föderalistischen Staatsaufbau möglich. Und genau daran sind die Friedensverhandlungen in der Vergangenheit gescheitert. Ohne Verfassungsreform besteht auch jetzt ein großes Risiko, dass die Friedensverhandlungen und letztlich die Implementierung des Vertrages scheitern.
Eine noch größere Schwierigkeit sehe ich in der Tatsache, dass die MILF sehr zersplittert ist. Es gibt Gruppierungen, die viel radikaler sind als die derzeitige Führung. Und die haben wenig Interesse, sich einem Friedensvertrag zu unterwerfen. Schon früher haben sich einzelne Kommandeure wieder abgespalten und neue radikalere Aufstandsbewegungen gegründet. Die größte Herausforderung wird also darin liegen, einen Friedensvertrag zu implementieren und ihn so zu gestalten, dass es der MILF-Führerschaft gelingt, Geschlossenheit in den eigenen Reihen zu behalten.
Jasmin Lorch ist Gastwissenschaftlerin in der Forschungsgruppe Asien bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin.
Lee Man-Hee ist der versteckte Held des Bürgerkrieges auf den Philippinen
News1
Im vorigen Monat, am 25. Feb. 2014, trafen sich General Santosin Mindanao, der Vorsitzende der Friedens Delegation von HWPL, Lee, Man-Hee Mitte),Ex-Erzbischopf Fernando Capela von Mindanao in Dabao und Ismael Manggudadatu, der Landeshauptmann in Maguindanao der islamische Autonomie von Mindanao, in einem städtischen Hotel und unterzeichneten dort ein Abkommen für Weltfrieden und für das Ende des Krieges.Es ist ein großes Gesprächsthema, da ein Friedensaktivist aus Südkorea für das Ende des 40 jährigen Streits auf der Insel Mindanao, das in Asien als Streitregion an vorderster Stelle steht, eine entscheidende Rolle gespielt hat.Der Vorsitzende von Friedensbewegung HWPL, Lee, Man-Hee, der sowohl als religiöser Mensch als auch als Friedensaktivist bekannt ist, besuchte in Begleitung einer Friedensdelegation am 24. Jan. 2014 die Insel Mindanao in den Philippinen.Sein dritter Besuch der Philippinen kam an diesem Ort zustande, da der Erzbischof, Antonio Redesma Kagajandoro ihn darum bat, die Streitigkeiten auf der Insel Mindanao zu beenden.Die Region Mindanao ist ein Ort, an dem es ca. 40 Jahre lang ohne Unterlass zu Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Muslimen kam. Dadurch wurden im Lauf der Jahre über 120.000 Menschen getötet.Der Vorsitzende, Herr Lee, führte am ersten Tag seines Besuches, dem 24. 1., einen Friedensmarsch von etwa 1000 Studenten an. Der Friedensmarsch setzte sich über die Konfessionen und Staatsangehörigkeiten hinweg. In Mindanao, in der Stadt General Santos, sind Mitglieder der IPYG und verschiedene Religionsführer zum ersten Mal zusammengekommen.Nach dem Friedensmarsch versammelten sich die Teilnehmer in einem Konferenzzimmer eines Hotels in General Santos und hörten von Herrn Lee einen Vortag über das Thema des Konflikts der Inseln und den Frieden. Es kamen noch einige Menschen hinzu, darunter der Bürgermeister und einige Professoren.Der Vertreter der Katholiken, Fernando R. Capalla, und der Vertreter der islamischen Gläubigen, Esmael G. Mangudadatu, hielten ebenfalls Vorträge bei dieser Zusammenkunft.Nachdem die Vorträge gehalten wurden, unterzeichneten beide Vertreter im Beisein von Herrn Lee Abkommen für das Ende des Krieges und ein Abkommen für den Weltfrieden.An diesem Tag ist auf der Insel Malaysias, Kuala Lumpur wurde das Friedensabkommen der Hintergrund für das Zusammenkommen der philippinischen Regierung mit MILF.Die Regierung der Philippinen akzeptiert das Recht auf Autonomie der Provinz Bangsamoro, die der islamisch Bezirk in Insel Mindanao ist. Im Gegenzug hat die MILF (Moro Islamic Liberation Front) in diesem Abkommen zugesichert, Schritt für Schritt 10.000 ihrer Soldaten zu entwaffnen.
Manilas Friedensduett
Manilas Friedensduett
* Bei einer Militäroffensive auf den Philippinen sind nach Angaben des Militärs binnen einer Woche 52 Mitglieder der Rebellengruppe »Bangsamoro-Islamische Freiheitskämpfer« (BIFF) getötet worden. Unter den Toten der Kämpfe auf der südlichen Insel Mindanao seien auch drei Teenager, sagte ein Armeesprecher am vergangenen Freitag. Die BIFF widersetzt sich einem Abkommen, das die philippinische Regierung am 25. Januar mit der »Moro-Islamischen Befreiungsfront« (MILF) geschlossen hatte. Der Hintergrund: In Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur war es unter der Vermittlung der malaysischen Regierung am 6. Oktober 2012 nach langwierigem politischen und diplomatischen Tauziehen zwischen den Vertretern der philippinischen Regierung und Emissären der MILF zum Durchbruch gekommen. Damals war ein 14 Seiten umfassendes Dokument mit dem Titel »Framework Agreement on the Bangsamoro« paraphiert worden. In diesem Rahmenabkommen zur Regelung der Belange des Moro-Volkes verabschiedete sich die MILF von ihrem früheren Ziel, in den Südphilippinen für einen unabhängigen Staat zu kämpften. Integraler Bestandteil des Rahmenabkommens bilden vier Anhänge, über die in den vergangenen 16 Monaten in zähen Marathonsitzungen verhandelt wurden. Zukunft der Kämpfer Bis zum 8. Dezember 2013 konnten drei Anhänge über Fragen der Übergangsmodalitäten, der Aufteilung von Steueraufkommen und politischen Machtbefugnissen unterzeichnet werden. Die Verhandlungen über den letzten und vierten Annex, nämlich ein Abkommen über den sensiblen Themenkomplex einer umfassenden Normalisierung, erwiesen sich als besonders schwierig. Schließlich geht es um die Zukunft von mindestens 11000 MILF-Kombattanten sowie größerer ihrer Camps. Insgesamt waren 43 Verhandlungsrunden nötig, bis die Unterhändler beider Seiten, Miriam Coronel-Ferrer für die Regierung und Mohagher Iqbal für die MILF, am 25. Januar mit ihren Unterschriften nunmehr auch das Normalisierungsabkommen besiegelten. Ein Schritt, den vor allem Iqbal als »äußerst emotional« bezeichnete und der »unserer Seite viel abverlangte«. »Um einen dauerhaften Frieden in Mindanao zu verwirklichen«, fügte der MILF-Chefunterhändler hinzu, »müssen wir zusehen, daß unsere Streitkräfte nicht weiterhin im Einsatz sind.« In diesem Zusammenhang ist explizit nicht von »Demobilisierung« die Rede, um den Anschein von Kapitulation zu vermeiden. Die Beraterin von Präsident Aquino in Fragen des Friedensprozesses, Teresita Quintos-Deles, erklärte, man werde zügig einen Zeitpunkt und Ort finden, um die nunmehr komplett ausgehandelten Anhänge als Umfassende Vereinbarung über die Schaffung von Bangsamoro zu unterzeichnen. Neues Grundgesetz Für die Protagonisten bedeutet die Vereinbarung vom 25. Januar das Ende langwieriger Verhandlungen und gleichzeitig den Beginn der Implementierungsphase der autonomen Regierung Bangsamoro. Diese soll, so sieht es der Zeitplan vor, bis spätestens Ende Juni 2016 in Amt und Würden sein. Dann nämlich endet die Amtszeit von Präsident Aquino. Jetzt geht es um die Ausarbeitung eines Grundgesetzes durch eine Übergangskommission, die unter Vorsitz von Mohagher Iqbal stehende Bangsamoro Transition Commission, sowie um die entsprechende Zustimmung seitens des philippinischen Kongresses und die Durchführung eines Plebiszits. Die MILF-Führung hat signalisiert, sich im Laufe eines solchen Prozesses als politische Partei zu konstituieren. Das genaue Prozedere der Entwaffnung ihrer militärischen Einheiten beziehungsweise deren Überführung in eine zur Sicherung der Bangsamoro-Regierung aufgestellte Sicherheitskraft muß von einer unabhängigen Kommission noch en detail festgelegt werden. Das hören einige ihrer Exkommandeure, die heute als »Bangsamoro-Islamische Freiheitsbewegung« (BIFM) mit den »Bangsamoro-Islamischen Freiheitskämpfern« als bewaffnetem Arm fungieren, gar nicht gern. Diese avisieren einen islamischen Staat mit einer islamischen Verfassung. Die Führungskader von MNLF und MILF sind in ihrer Sicht »Kapitulationisten«.
* Aus: junge Welt, Dienstag, 4, Februar 2014
** Auf den südphilippinischen Inseln Mindanao, Basilan und Jolo erweist sich die Suche nach einem tragfähigen Frieden als dorniger Prozeß. Externer Kolonialismus und interne Kolonisierung hinterließen ein vielschichtiges Konfliktpotential, das zahlreiche (bewaffnete) Protagonisten mit höchst unterschiedlichen Interessen beseitigen wollten. »Das Ende der erfolglosen spanischen Eroberungsversuche des Morolandes«, schrieb der amerikanische Geschäftsmann und Abenteurer Vic Hurley im Vorwort seines erstmals 1936 erschienenen Buches »Swish of the Kris«, »markierte zugleich den Anfang vom Ende des wohl herausragendsten Widerstandskampfes in den Annalen der Militärgeschichte. Die Moslems haben der Macht Spaniens 377 Jahre lang durch erbitterte und ununterbrochene Kriegführung getrotzt. Die Dons, gewohnt, sich ohne großen Aufwand Peru und Mexiko unterworfen zu haben, fanden ihresgleichen und mehr in den Dschungeln von Mindanao. (...) Die Geschichte kann niemals die Moros vergessen. Denn sie taten etwas im 16. Jahrhundert, im 17. Jahrhundert und im 18. Jahrhundert bis hinein ins 19. Jahrhundert, was gänzlich unmöglich zu sein schien. Sie erwiesen sich als zu stark für die spanischen Konquistadoren!« Jahrzehnte vergingen, bis sich die Moros erneut bewaffnet gegen die Autoritäten, diesmal die Zentralregierung in Manila, auflehnten. Ende der 1960er Jahre formierte sich der Kern der »Moro National Liberation Front« (MNLF) unter der Ägide des südlich von Jolo stammenden Nur Misuari. Der hatte sich Mitte der 1960er Jahre in der linken Studenten- und Jugendbewegung Manilas politisiert, wo er Politik studiert und zeitweilig gelehrt hatte. Anfang der 1970er Jahre setzte er sich ins Ausland ab und verbrachte die Jahre bis 1986/87 vorwiegend in Libyen und anderen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens. Bis Mitte der 1970er Jahre hielt die MNLF an ihrem erklärten Ziel fest, auf dem Territorium von MINSUPALA (Mindanao, dem Sulu-Archipel und Palawan) eine unabhängige Bangsamoro Republik zu errichten. Die Regierung unter Ferdinand E. Marcos fühlte sich herausgefordert und schlug unerbittlich zurück. Ende September 1972 verhängte Marcos landesweit das Kriegsrecht und begründete dies unter anderem mit »den Sezessionsbestrebungen der MNLF«. In den Südphilippinen herrschte fortan Bürgerkrieg. In der Hafenstadt Zamboanga befand sich mit dem Südkommando (SouthCom) das Hauptquartier der koordinierten Kriegführung gegen die MNLF. Eine Zäsur bildete das am 23. Dezember 1976 im libyschen Tripolis unterzeichnete Abkommen zwischen Manila und der MNLF. Im Vordergrund standen dabei die politische Beilegung des Konflikts sowie Autonomie für die Moros »innerhalb der nationalen Souveränität und territorialen Integrität der Republik der Philippinen«. Die MNLF sah sich mithin zur Rücknahme ihrer ursprünglich maximalistischen Forderung nach staatlicher Eigenständigkeit gezwungen. Nutznießer des Tripolis-Abkommens war das Marcos-Regime: MNLF-Kader wurden mit finanziellen Zuwendungen geködert und durch das Zuschanzen von Posten in Ministerien und Behörden politisch kooptiert. Während der Präsidentschaft von Fidel V. Ramos (1992–1998) erfolgte eine noch weitergehende Annäherung zwischen der MNLF-Führung und Zentralregierung, die zum Endgültigen Friedensabkommen vom 2. September 1996 führte. Die Crux: Misuari wurde Gouverneur der »Autonomen Region in Muslim Mindanao» und ließ sich darauf ein, künftige Probleme bei der Umsetzung des Friedensabkommens im Rahmen der Verfassung und Rechtsprechung der Republik der Philippinen zu regeln.
** Aus: junge Welt, Dienstag, 4, Februar 2014
Regierung hofft, bewaffneten Konflikt in den Südphilippinen zu beenden. Abkommen mit Moro-Islamischer Befreiungsfront und Militäroffensive gegen weitere Rebellen
Von Rainer Werning* Bei einer Militäroffensive auf den Philippinen sind nach Angaben des Militärs binnen einer Woche 52 Mitglieder der Rebellengruppe »Bangsamoro-Islamische Freiheitskämpfer« (BIFF) getötet worden. Unter den Toten der Kämpfe auf der südlichen Insel Mindanao seien auch drei Teenager, sagte ein Armeesprecher am vergangenen Freitag. Die BIFF widersetzt sich einem Abkommen, das die philippinische Regierung am 25. Januar mit der »Moro-Islamischen Befreiungsfront« (MILF) geschlossen hatte. Der Hintergrund: In Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur war es unter der Vermittlung der malaysischen Regierung am 6. Oktober 2012 nach langwierigem politischen und diplomatischen Tauziehen zwischen den Vertretern der philippinischen Regierung und Emissären der MILF zum Durchbruch gekommen. Damals war ein 14 Seiten umfassendes Dokument mit dem Titel »Framework Agreement on the Bangsamoro« paraphiert worden. In diesem Rahmenabkommen zur Regelung der Belange des Moro-Volkes verabschiedete sich die MILF von ihrem früheren Ziel, in den Südphilippinen für einen unabhängigen Staat zu kämpften. Integraler Bestandteil des Rahmenabkommens bilden vier Anhänge, über die in den vergangenen 16 Monaten in zähen Marathonsitzungen verhandelt wurden. Zukunft der Kämpfer Bis zum 8. Dezember 2013 konnten drei Anhänge über Fragen der Übergangsmodalitäten, der Aufteilung von Steueraufkommen und politischen Machtbefugnissen unterzeichnet werden. Die Verhandlungen über den letzten und vierten Annex, nämlich ein Abkommen über den sensiblen Themenkomplex einer umfassenden Normalisierung, erwiesen sich als besonders schwierig. Schließlich geht es um die Zukunft von mindestens 11000 MILF-Kombattanten sowie größerer ihrer Camps. Insgesamt waren 43 Verhandlungsrunden nötig, bis die Unterhändler beider Seiten, Miriam Coronel-Ferrer für die Regierung und Mohagher Iqbal für die MILF, am 25. Januar mit ihren Unterschriften nunmehr auch das Normalisierungsabkommen besiegelten. Ein Schritt, den vor allem Iqbal als »äußerst emotional« bezeichnete und der »unserer Seite viel abverlangte«. »Um einen dauerhaften Frieden in Mindanao zu verwirklichen«, fügte der MILF-Chefunterhändler hinzu, »müssen wir zusehen, daß unsere Streitkräfte nicht weiterhin im Einsatz sind.« In diesem Zusammenhang ist explizit nicht von »Demobilisierung« die Rede, um den Anschein von Kapitulation zu vermeiden. Die Beraterin von Präsident Aquino in Fragen des Friedensprozesses, Teresita Quintos-Deles, erklärte, man werde zügig einen Zeitpunkt und Ort finden, um die nunmehr komplett ausgehandelten Anhänge als Umfassende Vereinbarung über die Schaffung von Bangsamoro zu unterzeichnen. Neues Grundgesetz Für die Protagonisten bedeutet die Vereinbarung vom 25. Januar das Ende langwieriger Verhandlungen und gleichzeitig den Beginn der Implementierungsphase der autonomen Regierung Bangsamoro. Diese soll, so sieht es der Zeitplan vor, bis spätestens Ende Juni 2016 in Amt und Würden sein. Dann nämlich endet die Amtszeit von Präsident Aquino. Jetzt geht es um die Ausarbeitung eines Grundgesetzes durch eine Übergangskommission, die unter Vorsitz von Mohagher Iqbal stehende Bangsamoro Transition Commission, sowie um die entsprechende Zustimmung seitens des philippinischen Kongresses und die Durchführung eines Plebiszits. Die MILF-Führung hat signalisiert, sich im Laufe eines solchen Prozesses als politische Partei zu konstituieren. Das genaue Prozedere der Entwaffnung ihrer militärischen Einheiten beziehungsweise deren Überführung in eine zur Sicherung der Bangsamoro-Regierung aufgestellte Sicherheitskraft muß von einer unabhängigen Kommission noch en detail festgelegt werden. Das hören einige ihrer Exkommandeure, die heute als »Bangsamoro-Islamische Freiheitsbewegung« (BIFM) mit den »Bangsamoro-Islamischen Freiheitskämpfern« als bewaffnetem Arm fungieren, gar nicht gern. Diese avisieren einen islamischen Staat mit einer islamischen Verfassung. Die Führungskader von MNLF und MILF sind in ihrer Sicht »Kapitulationisten«.
* Aus: junge Welt, Dienstag, 4, Februar 2014
Südostasiens ältester Krisenherd
Von Rainer Werning** Auf den südphilippinischen Inseln Mindanao, Basilan und Jolo erweist sich die Suche nach einem tragfähigen Frieden als dorniger Prozeß. Externer Kolonialismus und interne Kolonisierung hinterließen ein vielschichtiges Konfliktpotential, das zahlreiche (bewaffnete) Protagonisten mit höchst unterschiedlichen Interessen beseitigen wollten. »Das Ende der erfolglosen spanischen Eroberungsversuche des Morolandes«, schrieb der amerikanische Geschäftsmann und Abenteurer Vic Hurley im Vorwort seines erstmals 1936 erschienenen Buches »Swish of the Kris«, »markierte zugleich den Anfang vom Ende des wohl herausragendsten Widerstandskampfes in den Annalen der Militärgeschichte. Die Moslems haben der Macht Spaniens 377 Jahre lang durch erbitterte und ununterbrochene Kriegführung getrotzt. Die Dons, gewohnt, sich ohne großen Aufwand Peru und Mexiko unterworfen zu haben, fanden ihresgleichen und mehr in den Dschungeln von Mindanao. (...) Die Geschichte kann niemals die Moros vergessen. Denn sie taten etwas im 16. Jahrhundert, im 17. Jahrhundert und im 18. Jahrhundert bis hinein ins 19. Jahrhundert, was gänzlich unmöglich zu sein schien. Sie erwiesen sich als zu stark für die spanischen Konquistadoren!« Jahrzehnte vergingen, bis sich die Moros erneut bewaffnet gegen die Autoritäten, diesmal die Zentralregierung in Manila, auflehnten. Ende der 1960er Jahre formierte sich der Kern der »Moro National Liberation Front« (MNLF) unter der Ägide des südlich von Jolo stammenden Nur Misuari. Der hatte sich Mitte der 1960er Jahre in der linken Studenten- und Jugendbewegung Manilas politisiert, wo er Politik studiert und zeitweilig gelehrt hatte. Anfang der 1970er Jahre setzte er sich ins Ausland ab und verbrachte die Jahre bis 1986/87 vorwiegend in Libyen und anderen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens. Bis Mitte der 1970er Jahre hielt die MNLF an ihrem erklärten Ziel fest, auf dem Territorium von MINSUPALA (Mindanao, dem Sulu-Archipel und Palawan) eine unabhängige Bangsamoro Republik zu errichten. Die Regierung unter Ferdinand E. Marcos fühlte sich herausgefordert und schlug unerbittlich zurück. Ende September 1972 verhängte Marcos landesweit das Kriegsrecht und begründete dies unter anderem mit »den Sezessionsbestrebungen der MNLF«. In den Südphilippinen herrschte fortan Bürgerkrieg. In der Hafenstadt Zamboanga befand sich mit dem Südkommando (SouthCom) das Hauptquartier der koordinierten Kriegführung gegen die MNLF. Eine Zäsur bildete das am 23. Dezember 1976 im libyschen Tripolis unterzeichnete Abkommen zwischen Manila und der MNLF. Im Vordergrund standen dabei die politische Beilegung des Konflikts sowie Autonomie für die Moros »innerhalb der nationalen Souveränität und territorialen Integrität der Republik der Philippinen«. Die MNLF sah sich mithin zur Rücknahme ihrer ursprünglich maximalistischen Forderung nach staatlicher Eigenständigkeit gezwungen. Nutznießer des Tripolis-Abkommens war das Marcos-Regime: MNLF-Kader wurden mit finanziellen Zuwendungen geködert und durch das Zuschanzen von Posten in Ministerien und Behörden politisch kooptiert. Während der Präsidentschaft von Fidel V. Ramos (1992–1998) erfolgte eine noch weitergehende Annäherung zwischen der MNLF-Führung und Zentralregierung, die zum Endgültigen Friedensabkommen vom 2. September 1996 führte. Die Crux: Misuari wurde Gouverneur der »Autonomen Region in Muslim Mindanao» und ließ sich darauf ein, künftige Probleme bei der Umsetzung des Friedensabkommens im Rahmen der Verfassung und Rechtsprechung der Republik der Philippinen zu regeln.
** Aus: junge Welt, Dienstag, 4, Februar 2014
Weg zum Miteinander, hin zum Frieden
weltweit
Bewegende Einblicke in die interreligiöse Friedensarbeit mit jungen Erwachsenen in Konfliktgebieten auf den Philippinen
«Wir kommen von verschiedenen Orten, sind in unterschiedlichen religiösen Traditionen aufgewachsen, die soziale Herkunft unterscheidet uns, Kleidung und Sprache – aber etwas verbindet uns: Die tiefe Sehnsucht nach Frieden auf den Philippinen und in der Welt. Darum sind wir hier.» Mit diesen Worten leitete Angge Herrera im Dezember 2006 das erste Youth Camp for Peace ein. Im Kreis sassen über 40 Philipinos im Alter von 14 bis 28 Jahren und musterten sich scheu. Für viele ChristInnen war es das erste Mal, dass sie mit Moslems oder Lumad (indigene Bevölkerung in Mindanao) in einen persönlichen Kontakt kamen – und umgekehrt. Alle hatten negative Vorstellungen voneinander, in der Schule und durch Medien vermittelt, die ein Ausdruck jener «tiefgehenden Spaltungen zwischen Religionen, ethnischen Gruppen und sozialen Klassen» sind, wie es im Konzept des Youth Camps heisst. Spaltungen, «die zu verschiedenen Formen von sozialer, psychologischer und struktureller Gewalt innerhalb der Gesellschaft und zum Krieg im Süden des Landes geführt haben und die Entwicklung des ganzen Landes blockieren».
Frieden: von der Vision zur «Tat» Persönliche Erfahrungen haben die Sozialarbeiterin Angge Herrera dazu bewogen, sich in der Friedensarbeit zu engagieren. 2002 traf sie Roberto Layson, einen Priester, der in seiner Gemeinde in Pikit/Mindanao mit einem interreligiösen Team in der Friedensarbeit aktiv war. Beiden wurde klar: «Wir müssen heute damit beginnen, junge Menschen von Mindanao und Manila auszubilden, weil die Heilung von Beziehungen und die Friedensbildung Zeit brauchen. Und es erfordert ein gemeinsames Engagement von Nord und Süd, um Frieden zu schaffen.» Gemeinsam mit Partnerorganisationen entwickelten sie ein Konzept für die Ausbildung junger FriedensarbeiterInnen. Zur konkreten Umsetzung wurde von Lumad, Muslimen und Christen die Organisation Binhi ng kapayapaan (Samen des Friedens) gegründet. Angge Herrera profitierte dabei von den internationalen Peace Camps mit dem Katharina-Werk, an denen sie mehrfach teilgenommen hatte. Sie gründen auf der Vision «Eine Welt für alle» von Pia Gyger und finden seit 1992 jährlich im Bildungshaus Fernblick in Teufen
statt.
Im Peace Camp im Jahr 2000 hatte ich eine Gruppe Filipinos kennengelernt, die ich ein Jahr später in ihrem Land besuchte. In diesen fünf Monaten lernte ich die Realität der Reisbauern wie auch den Alltag in der Metropole Manila kennen. Besonders betroffen machte mich die Reise nach Mindanao, einer Stadt, die während Jahrzehnten immer wieder zwischen die Fronten der Moro Islamic Liberation Front (MILF) und der Regierungstruppen geriet. Die Erzählungen der Menschen über ihre Kriegserlebnisse und ihren Willen, trotz allen Verlusten wieder ein neues Leben aufzubauen, berührten mich sehr. Auch in den Jahren danach blieb ich mit den Filipinas in Kontakt und setzte mich intensiver mit Friedensarbeit auseinander. 2006 kam ich für einen Freiwilligeneinsatz auf die Philippinen und arbeite seitdem für das Youth-Camp-Projekt.
Erstes Youth Camp for Peace 2006: Vorurteile abbauen
In fünf Jahren sollte nun eine Kerngruppe junger Führungskräfte aus Luzon und Mindanao zusammenwachsen, so sah es dasYouth Camp for Peace-Konzept vor. Aus einem neuen Geist der Zusammenarbeit, des Dialogs und des Respekts ist sie fähig, eine Friedensvision zu entwickeln und konkret umzusetzen. Sie soll auch zum Frieden zwischen christlichen, islamischen und indigenen Traditionen beitragen. Internationale Gäste erweitern den Blick auf globale Themen und machen mit anderen Fragen und Perspektiven vertraut. So entsteht ein nationales Netzwerk einer nächsten Generation von FriedensarbeiterInnen. Während der Vorbereitungsseminare im christlichen Luzon wurde deutlich, wie sehr die jungen Menschen von Stereotypen beeinflusst waren. Sie wiederholten gängige Vorurteile gegen Moslems, die sich nach 9/11 festgesetzt hatten. Mir wurde es mulmig: Bald würden sie in einem Raum mit «diesen» Moslems sitzen. Doch ich hatte nicht mit der Lernbereitschaft der jungen Leute gerechnet. Schon im ersten Youth Camp zeigten sie sich bereit, sich mit ihren gegenseitigen Vorurteilen auseinanderzusetzen und sie zu revidieren. Es gelang ihnen, eine Brücke über die tiefen Gräben zu bauen. Und die Begegnungen zeugten von einem wachsenden Respekt voreinander. So kam es am Ende des Youth Camps zu Aussagen wie: «Ich habe schlecht über den Islam gedacht, weil für mich Muslime Terroristen waren. Jetzt habe ich eure Geschichte gehört und verstanden, dass auch ihr unter dem Krieg leidet wie wir.»
Zweites Camp 2008: Verstehen
Im August 2008 brach erneut ein gewalttätiger Konflikt in Mindanao aus, der Tausende zur Flucht zwang. Als wir uns im November trafen, trugen viele Jugendliche auch von uns traumatische Erlebnisse mit sich, weil sie selber flüchten mussten oder weil sie in Flüchtlingscamps Hilfe leisteten. Ihre Geschichten brachten uns allen den Krieg emotional sehr nahe und den TeilnehmerInnen aus Luzon die Chance, diesen Konflikt mehr zu verstehen und ihre FreundInnen aus Mindanao zu unterstützen. Ein Geschichtsprofessor und ein ehemaliger General, der viele Jahre die Friedensgespräche zwischen Rebellen und Regierung geleitet hatte, halfen den Jugendlichen, die Hintergründe des Krieges und Wege daraus zu verstehen. Ein islamischer Gelehrter gab eine Einführung in den oft missverstandenen Islam. «Ich konnte meinen Schmerz loslassen, meine Gefühle mitteilen, und ich spürte, dass die Gruppe mit mir fühlte», so erzählte Norhaida aus Mindanao.
Workshop und drittes Camp 2009: Versöhnung
Im Mai 2009 hatten wir in Mindanao und Luzon Trainings zur gewaltfreien Kommunikation (GfK) durchgeführt. Die Gruppe aus Mindanao traf sich in Cotabato City, wo zwar keine direkten Kampfhandlungen stattfanden, aber durch die sicht- und hörbaren Explosionen eine grosse Spannung da war. In diesem gewaltbereiten und gewaltsamen Umfeld übten wir GfK ein. Dabei erlebte ich eine unglaubliche Kraft bei den Jugendlichen und wünschte, sie würde von den EntscheidungsträgerInnen in diesem Land wahrgenommen. Im Rollenspiel verhandelten Moslems mit ChristInnen, wie der Landkonflikt, um den es damals ging, gelöst werden könnte. Sie waren bereit, ihre Verletzungen hinter sich zu lassen. Sie sahen ein, dass der anderen Seite Zugeständnisse gemacht werden müssen, um eine Zukunft in Frieden schaffen zu können. Wann immer ich am Leben auf den Philippinen und am Sinn meiner Arbeit zweifelte, kamen mir diese Jugendlichen in den Sinn. Sie auf ihrem Weg zu ermutigen und zu unterstützen, war und ist auch mir Ermutigung.
Die unter anderem durch den Krieg verursachten Spaltungen haben auch dazu geführt, «die Anderen» zu beschuldigen. In diesem Youth Camp forderten wir die TeilnehmerInnen auf, sich ihres Konfliktanteils bewusst zu werden und der anderen Seite mit Mitgefühl zu begegnen. Mit Unterstützung der Gruppe lernten sie in einer reifen und konstruktiven Weise mit den Konflikten untereinander umzugehen.
Aduna Saway von den Talaandig erzählte von Demütigungen christlicher Missionare und wie die jahrhundertealte Abwertung ihrer Kultur dazu geführt habe, dass die Lumad ihre Identität lieber verstecken. Es wurde schmerzhaft spürbar, dass die Missionierung und die Zerstörung der indigenen Kultur kein abgeschlossenes Kapitel der Kirchengeschichte ist, sondern bis heute nachwirkt.
In einem intensiven Ritual, in dem die drei Religionsgruppen einander um Vergebung baten, öffneten sich alle TeilnehmerInnen für die Möglichkeit von Verwandlung und Versöhnung. Fhar von Mindanao: «Ich habe gemerkt, wie ich im Alltag oft mit meinen Problemen so beschäftigt bin, dass ich keinen Platz habe für die Sorgen und Nöte anderer. Jetzt ist mir bewusst geworden, wie wichtig es ist, den Blick über meine Realität und die meiner Familie und Gemeinschaft hinaus zu weiten.» Kong aus Pikit: «Es war so wichtig, den anderen zuzuhören. Auch wenn wir verschieden sind, können wir trotzdem eins sein.»
Viertes Camp 2010: Verantwortung
Die Young Facilitators übernahmen ihrerseits nun Leitungsfunktionen. In diesem Camp setzten sich die TeilnehmerInnen mit der indigenen Tradition, die alle Filipinas und Filipinos verbindet, auseinander. Ich hatte bei meinem ersten Besuch bei den Talaandig das Gefühl gehabt, dass ich hier die Quelle für die «Heilung des Landes» entdeckt hatte: die wahre Filipino-Kultur mit ihrer Gastfreundschaft, ihrer Verbundenheit zur Natur und ihrer Eingebundenheit ins Leben. Das Bewusstmachen dieser Ressourcen und die Entdeckung des Erbes in den verschiedenen Kulturen halfen allen, den Boden zu bereiten, auf dem sie nun kraftvoll ihren weiteren Weg gehen können. Es ging uns von Beginn an darum, einen Frieden zu «säen», der sich im Alltag bemerkbar macht. Er zeigt erste Früchte: Neben einer wachsenden Solidarität untereinander übernehmen immer mehr Jugendliche eine aktive Rolle in der Friedensarbeit. So blicken wir zuversichtlich auf das Youth Camp for Peace 2011, das diesen ersten Ausbildungszyklus abschliessen wird. Die Verschiedenheit der Jugendlichen bleibt eine Herausforderung. Der Weg zum Frieden ist nicht nur eben und gerade; Rückschläge gehören dazu. Dennoch: Sie lassen sich nicht von ihrem Weg abbringen, weil sie so eine Zukunft für sich sehen können.
Korean activist Manhee Lee leads Peace Movement in Mindanao
Saturday, February 08, 2014 Posted by Admin source summitexpress
Manila - Internationally acclaimed South Korean peace activist Manhee Lee visited the Philippines recently in a mission to conclude the Peace Agreement which can lead to settle the conflict in the Mindanao region.
Manhee Lee, the representative of Heavenly Culture, World Peace, Restoration of Light (HWPL) on his third visit in the country has advised the Archbishop and three Bishops to sign a Peace Agreement at a Nunnery.
"The new era of peace has begun in Mindanao Island. This region has suffered disputes between Catholic and Islam for about forty years and it has caused over 100,000 casualties.", HWPL said after the successful signing of agreement.
Archbishop Antonio J. Ledesma (the diocese of Cagayan de Oro) has met Mr. Lee for the first time on September 2013 and ever since their meeting, he has continually invited the Chairman many times to pay a visit in Philippine and to respond, the Peace advocate has decided to travel despite the region’s tight vigilance.
World peace activist Chairman Lee hosted the Peace Walk in the downtown area of General Santos on January 24 where approximately 1,000 participants including students of Mindanao State University (MSU), members of International Youth Group, and religious leaders joined the event, transcending the boundaries of religion and nationality for the first time in this region. This movement created a great sensation and hopes among the Filipinos, who yearn for peace and it initiated a wave of peace within international societies, media, and people.
After the Peace Walk, students of Mindanao State University (MSU), Youth Groups, Mayors, Universityprofessors, Catholic leaders and Islamic leaders, who had participated in the Peace Walk gathered in the conference room of a hotel located in downtown General Santos. Speeches about conflict and the solution to peace in Mindanao Island were delivered in the following order: the representative of Catholic (Fernando Capalla, former archbishop of Mindanao Davao), the representative of Islam (Esmael, governor of Maguindanao, and Islamic autonomous district in Mindanao) and Chairman Manhee Lee.
The representatives of Catholic and Islam united to sign the peace agreement for ending the war and achieving World Peace and pledged to work together with Chairman Manhee Lee of HWPL (Heavenly Culture, World Peace, Restoration of Light). After signing the agreement, the representatives and Chairman Manhee Lee held the Peace Agreement Ceremony announcing that Catholic and Islam will never have disputes again before God, people of the world, and approximately 150 participants.
"Although there has been a Peace Agreement meeting hosted by Philippine government and Islam autonomous region on 2012, it could not bring the conclusion of peace. In fact, it was a very first time for a representative of peace organization from South Korea to host a Peace Agreement in Philippine and the world was astonished at the sight of the change of the nation, from death to life.", Lee said.
After the Peace agreement between two religious leaders in Mindanao initiated by Mr. Manhee Lee, the government of the Philippines and Moro Islamic Liberation Front (MILF) also signed a Peace Agreement.
State-run broadcasting station PTV and private broadcasting stations in the Philippine including ABS-CBN reported the event and it has not only surprised people but has also greatly inspired the citizens of the Philippine.
Manila - Internationally acclaimed South Korean peace activist Manhee Lee visited the Philippines recently in a mission to conclude the Peace Agreement which can lead to settle the conflict in the Mindanao region.
Manhee Lee, the representative of Heavenly Culture, World Peace, Restoration of Light (HWPL) on his third visit in the country has advised the Archbishop and three Bishops to sign a Peace Agreement at a Nunnery.
"The new era of peace has begun in Mindanao Island. This region has suffered disputes between Catholic and Islam for about forty years and it has caused over 100,000 casualties.", HWPL said after the successful signing of agreement.
Archbishop Antonio J. Ledesma (the diocese of Cagayan de Oro) has met Mr. Lee for the first time on September 2013 and ever since their meeting, he has continually invited the Chairman many times to pay a visit in Philippine and to respond, the Peace advocate has decided to travel despite the region’s tight vigilance.
World peace activist Chairman Lee hosted the Peace Walk in the downtown area of General Santos on January 24 where approximately 1,000 participants including students of Mindanao State University (MSU), members of International Youth Group, and religious leaders joined the event, transcending the boundaries of religion and nationality for the first time in this region. This movement created a great sensation and hopes among the Filipinos, who yearn for peace and it initiated a wave of peace within international societies, media, and people.
After the Peace Walk, students of Mindanao State University (MSU), Youth Groups, Mayors, Universityprofessors, Catholic leaders and Islamic leaders, who had participated in the Peace Walk gathered in the conference room of a hotel located in downtown General Santos. Speeches about conflict and the solution to peace in Mindanao Island were delivered in the following order: the representative of Catholic (Fernando Capalla, former archbishop of Mindanao Davao), the representative of Islam (Esmael, governor of Maguindanao, and Islamic autonomous district in Mindanao) and Chairman Manhee Lee.
The representatives of Catholic and Islam united to sign the peace agreement for ending the war and achieving World Peace and pledged to work together with Chairman Manhee Lee of HWPL (Heavenly Culture, World Peace, Restoration of Light). After signing the agreement, the representatives and Chairman Manhee Lee held the Peace Agreement Ceremony announcing that Catholic and Islam will never have disputes again before God, people of the world, and approximately 150 participants.
"Although there has been a Peace Agreement meeting hosted by Philippine government and Islam autonomous region on 2012, it could not bring the conclusion of peace. In fact, it was a very first time for a representative of peace organization from South Korea to host a Peace Agreement in Philippine and the world was astonished at the sight of the change of the nation, from death to life.", Lee said.
After the Peace agreement between two religious leaders in Mindanao initiated by Mr. Manhee Lee, the government of the Philippines and Moro Islamic Liberation Front (MILF) also signed a Peace Agreement.
State-run broadcasting station PTV and private broadcasting stations in the Philippine including ABS-CBN reported the event and it has not only surprised people but has also greatly inspired the citizens of the Philippine.
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